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Neue Studien  

Übersicht: Aussenluftverschmutzung und Gesundheit

Wissenschaftliche Studien, Stand Januar 2005

 

Bericht als pdf-Datei, 34 Seiten

Pollution de l'air et santé 2005, version française

 

Zusammenfassung:

Die Folgen schlechter Aussenluftqualität werden in dieser Übersicht zur Hauptsache anhand von neueren epidemiologischen Studien, d.h. Studien in der Bevölkerung dargestellt, da die Ergebnisse experimenteller Studien nur bedingt auf die realen Verhältnisse in der Umwelt übertragen werden können.

Die alltägliche Luftqualität wird am häufigsten anhand der Belastung mit PM10 oder PM2.5 charakterisiert, die Belastung durch den Verkehr auch mit NO2 und CO. Eine kurzfristige Verschlechterung der Luftqualität um 10µg PM10/m3 wird von einer Zunahme der krankheitsbedingten Sterbefälle um etwa 0.6% gefolgt, von einer Zunahme der Spitaleintritte wegen Herz-/Kreislaufkrankheiten von etwa 0.5% und wegen Atemwegskrankheiten bei älteren Menschen von etwa 0.7%. Eine kurzfristige Verschlechterung der Luftqualität um 10µg NO2/m3 wird von einer Zunahme der krankheitsbedingten Sterbefälle um etwa 0.6% gefolgt und von einer Zunahme der Spitaleintritte wegen chronischer Bronchitis von etwa 0.4%. Langfristig ist eine schlechte Luftqualität mit vorzeitiger Sterblichkeit an Herz-/Kreislaufkrankheiten und an Lungenkrebs verbunden. Besonders gefährdet sind Anwohner stark befahrener Strassen. Schweizer Studien belegen die grössere Häufigkeit von Atemwegsproblemen und eine schlechtere Lungenfunktion in stärker belasteten Gebieten. Es ist nachgewiesen, dass sich die Atemwegsgesundheit bessert, wenn die Luftverschmutzung abnimmt.

Hohe Ozonbelastungen wirken sich auf die Lungenfunktion und Beschwerden bei aktiven Menschen im Freien aus. Pro Anstieg der Ozonkonzentration (8h-Wert) im Sommer um 10µg/m3 wird eine kurzfristige Zunahme der krankheitsbedingten Todesfälle von etwa 0.3% angenommen. Langfristige Auswirkungen von Ozonbelastungen sind nicht gesichert.

Die heute geltenden schweizerischen Immissionsgrenzwerte entsprechen bezüglich Messgrössen und der Höhe der Werte dem heutigen Wissensstand und sind auf die Verhältnisse in der Schweiz zugeschnitten. Sie müssen jeweils entsprechend den neusten Erkenntnissen überprüft werden.

 
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Schweizer Tropen- und Public Health Institut Basel